Rundbrief Maier 2023

Liebe Freunde, dieses Mal sind wir besonders spät dran, aber dafür kann man sich das Lesen auch besonders flott machen: Wir haben hier ein grobes Gerüst erstellt, das es erlaubt, sich schnell einen Überblick über unser Ergehen zu verschaffen. Bei den meisten Themen bietet sich dann die Möglichkeit, je nach Interesse weitere Details aufzurufen, oftmals mit weiterführenden Links und / oder Fotos. Wir können, angelehnt an die Jahreslosung 2023: „Du bist ein Gott, der mich sieht“, bestätigen, dass er uns nie aus dem Blick verloren hat – weder im Leid (Tod von Christophs Mutter), noch in der Freude (Trauung von Colin und Karoline).
Am 28. April ist Christophs Mutter Ruth im Alter von 93 Jahren gestorben. Nachdem sie schon seit Jahren bettlägerig war und am Schluss immer weniger aß, war schon seit Monaten damit zu rechnen gewesen. So, wie Gott es dann fügte, war es für uns, und vor allem für ihren Mann Hans, eine große Erleichterung. An diesem Tag fand die Trauerfeier für Pastor Köhler statt, der jahrzehntelang in Neuengamme amtiert und unter anderem Christophs Schwester Birgit getraut und ihn konfirmiert hatte. Darum waren Birgit mit Ehemann Erhard und wir nach Neuengamme gekommen, hatten dort Vater und Mutter in der Wohnung begrüßt und waren dann zusammen (ohne Ruth) in die benachbarte Kirche gegangen. Zur Aufsicht blieb während dieser Zeit eine Freundin in der Wohnung. Nach 20 Minuten kam sie in die Kirche und flüsterte Christoph ins Ohr: „Ruth atmet nicht mehr.“ Er ging daraufhin zuerst allein in die Wohnung zurück hielt noch ein wenig die Hand seiner Mutter und leitete dann die nötigen Informationsschritte in die Wege. Nachdem die anderen dann von der Trauerfeier zurückkamen, waren wir alle sehr froh, gerade an diesem Tag alle beisammen zu sein, sodass Hans die Situation mit uns zusammen bewältigen konnte. Ruth hatte alle Details ihrer Trauerfeier genau vorbereitet, die dann auch wirklich für Familie und Freunde sehr eindrücklich wurde; hier die Ansprache.
Nachdem Colin und Karoline 2022 coronabedingt im kleinen Kreis standesamtlich geheiratet hatten, fand letztes Jahr am 2. September die kirchliche Trauung statt. Es war ein sehr schöner Tag mit einem reichhaltigen Gottesdienst mit Abendmahl in Sankt Katharinen, einer der Hamburger Hauptkirchen, der die Studentengemeinde zugeordnet ist. Nach einem Empfang dort mit vielen Varianten von Franzbrötchen, den Freunde ausgerichtet hatten, ging es zu Fuß zur Elbe, wo ein Schiff auf uns wartete. Während der Rundfahrt auf dem Fluss und durch den Hafen verging die Zeit wie im Fluge, denn neben gutem Essen gab es auch viel Aktion mit einem Quiz, Möglichkeiten, dem Paar mit eigenen kreativen Ideen eine Erinnerungsseite zu gestalten und natürlich auch Musik und Tanz.
Andere wissenswerte Neuigkeiten beziehen sich vor allem auf unsere Söhne und unsere Schwiegertochter. Sie schreiben:
Karoline … … studiert weiter sehr erfolgreich Evangelische Theologie auf Pfarramt, hat viel Freude am akademischen Arbeiten und ist inzwischen Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Ansonsten engagiert sie sich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen und predigt schon ab und zu in ihrer Gemeinde.
Colin … … arbeitet weiterhin als Softwareentwickler beim Startup Univelop. Nebenbei belegt er ein paar Veranstaltungen der Theologie und Mathematik an der Uni. Außerdem engagiert er sich sehr viel in der Organisation seiner Gemeinde, ist dafür im Kirchengemeinderat, in diversen Ausschüssen und wurde in die Kirchenkreissynode gewählt.
Chaim Lukas … … hat Anfang des letzten Jahres sein Studium erfolgreich abgebrochen, um stattdessen vollzeitlich bei FDTech als Software-Entwickler für autonomes Fahren zu arbeiten. In diesem Zusammenhang musste er sich nach fünf Jahren im Studentenwohnheim nach einer eigenen Wohnung umsehen, wobei die Wohnungsfindung in München eine schwierige Angelegenheit ist. Nach einigen Monaten der Suche und etlichen Übergangslösungen hat er aber im Sommer seine neue Wohnung in Milbertshofen gefunden, die er sich nun innerhalb der letzten sechs Monate (mit viel Unterstützung der Familie) eingerichtet hat. Zusätzlich war Chaim Lukas letztes Jahr auch weiterhin in der ICF München aktiv, sowohl im Bereich der Theologie, als auch als Tänzer bei dem diesjährigen Weihnachtsmusical.
Cyrill … … wird in diesem Jahr sein Praktikum im Rahmen seines Studiums in Wiesbaden in der Move Church absolvieren. Darauf freut er sich schon sehr, da er innerhalb dieses Praktikums auch bei GoødWorks mitarbeiten kann. Das Ziel von GoødWorks ist die deutschlandweite Unterstützung veranstaltungstechnischer Gemeindeteams. Durch sein Engagement in der Gemeinde und im Rahmen von Adonia hat er sich da ein breites Wissen erworben. Die Hauptveränderung des letzten Jahres war, dass seine Werkstudentenarbeit bei Open Doors im September nach drei Jahren (sowie zuvor einem Jahr als FSJ-ler) zu Ende ging. Die Leitung der Studentenwerkstatt Games hat das vergangene Jahr auch bereichert. Zu unserer Freude hat er trotz seines Engagements auch immer wieder Zeit für uns als Eltern und für seine Brüder gefunden.
Claudia hat eine gut halbjährige Online-Ausbildung zur Schulmediatorin absolviert. Die Ausbildung war richtig interessant – mal sehen, was für Aufgaben daraus erwachsen. Christoph hat sich letztes Jahr bei der Bürgerschaftswahl in Bremen zum ersten Mal als Wahlhelfer engagiert. Im Rahmen der Zellgemeinde Bremen trifft sich seit letztem Frühjahr eine Hauskreis-Gruppe wöchentlich bei uns zum gemeinsamen Abendessen und zum Austausch. Im Übrigen hat sich an unserem Leben nichts Wesentliches geändert: So bleibt noch über unsere Reisen zu berichten, die nach mehrjähriger Flaute diesmal besonders zahlreich waren (etliche Fahrten nach Hamburg zu Besuchen bei Christophs Vater, Colin und Karo oder aus anderen Anlässen sind nicht aufgeführt):
4. - 6. Januar: Augsburg Das Gebetshaus Augsburg hatte die zwei-jährliche Mehr-Konferenz coronabedingt 2023 in zwei kleinere Weniger-Konferenzen geteilt, die aber trotzdem viele anregende Vorträge (so z.B. über den Verein GlowbalAct) und begeisternde Konzerte beinhaltete.
30. März: Burgdorf Wir fuhren in die Nähe von Hannover und trafen dort Cyrill, der beim Adonia-Musical Hiob half. Die Schulaula war brechend voll und es hat sich für alle Besucher sehr gelohnt.
31. März - 5. April: Norderney Am folgenden Tag brachen wir an die Nordsee auf, wo wir das frische Seeklima genossen. Claudia war jeden Tag mit den Füßen im Wasser; sie sagt, fast wären ihr die Zehen abgefroren. Aber wir haben auch viel Wellness und interessante Kulturangebote genossen.
1. Mai: Gnadenthal Wir konnten am Freundestag der Jesus-Bruderschaft, wo Claudia vor Jahrzehnten lange gelebt und gearbeitet hatte, viele gute Bekannte wiedersehen.
18. - 20. Mai: Erfurt Über das Himmelfahrtswochenende fanden die Open Doors Tage statt. Wir hatten uns als Ordner gemeldet und es war super, als Ehepaar zusammen zu arbeiten. Wir wurden zum Springerdienst eingeteilt, so dass wir spontan da eingesetzt wurden, wo gerade Not am Mensch war – ganz nach unserer Mütze. Wir hatten aber auch genügend Möglichkeiten, die beeindruckenden Berichte der Gäste aus allen Erdteilen zu verfolgen.
25. - 29. Mai: Friedrichshafen Über Pfingsten war Claudia wieder auf der Frauenfreizeit im Bodenseehof – es war für sie richtig schön, ihre Schwester Sabine nach deren erfolgreicher Rückenoperation wieder dabei zu haben.
5. - 7. Juni: Travemünde Christoph traf zum ersten Mal fast all seine Airbus-Teamkollegen aus den verschiedenen Ländern zum Seminar an der Ostsee.
16. - 17. Juni: Gießen / Gründau Wir waren bei Cyrill, um ihn beim Anzugkauf zu beraten.
23. - 25. Juni: Altdorf Claudias Schwester Sabine hatte zum Vettern- und Bäslesfest eingeladen.
9. - 16. Juli: Kos Glücklicherweise vor der großen Hitzewelle waren wir erneut für eine Woche mit Sabine und Paul, ihrem Mann, in Mastichari auf Kos. Dieses Mal konnten wir alle die Zeit sehr genießen und auch mehr unternehmen. So haben wir zum Beispiel einen Bootsausflug zur Vulkaninsel Nisyros unternommen, wo allerdings kein sprudelndes Lava, sondern nur ein paar dünne Dampfschwaden und ein nicht so angenehmer Geruch die Aktivität anzeigen.
27. Juli - 9. August: Brüssel / Orpington / Zeewolde Unsere Englandfahrt war dieses Mal sehr viel entspannter als im Jahr zuvor, da wir uns sehr viel mehr Zeit für die Anreise gelassen haben und schon am Vortag in Brüssel ankamen, wo es noch zu einer kleinen Stadtrundfahrt reichte. Durch die Übernachtung nah am Bahnhof waren wir zeitig da, wo der Eurostar abfuhr und kamen schon mittags auf dem Campingplatz südöstlich von London an, wo wir unser kleines Zelt im Vorgarten von unseren guten Freunden Siobhan und Peter aufschlagen durften, da der Platz komplett voll war. Damit sich die Anreise lohnte, blieben wir dieses Mal für zehn Nächte. Am Auftaktwochenende spielten täglich mehrere Bands im Rahmen von „Party in the Stark“ zum Tanz auf. Die Zeit in der Woche war mit einer Begegnung mit Claudias alter Freundin Sharon und zwei London-Besuchen (u.a. zum Sherlock Holmes-Museum) auch nicht langweilig. Anschließend bildete dann das CNF-Wochenende den Höhepunkt. Da außer uns auch einige andere Teilnehmer schon früher da waren, hatten wir Gelegenheit, einen kleinen Chor zu bilden und die Lieder zur Gestaltung der Gottesdienste und Vorträgen einzuüben. Da man auf dem Rückweg im Eurostar bis Amsterdam sitzenbleiben kann, legten wir noch einen zweitägigen Zwischenstopp in Flevo Natuur ein, bevor wir wieder in Bremen ankamen.
11. - 14. August: München Anschließend ging es gleich weiter zu Chaim Lukas, um ihm bei der Einrichtung seiner Wohnung zu helfen. Sie ist zwar sehr schön und (für Münchener Verhältnisse) erschwinglich, aber die Küche war z.B. völlig leer. Für unser Ehebett und die Stockbetten der Kinder haben wir in Bremen keinen Platz, darum hatten wir sie eingelagert. Diese und viele andere nützliche Artikel fuhren wir nun also zu ihm und luden auf dem Weg auch noch Cyrill mit ein. In München hieß es dann, bei Ikea etc. Küchenmöbel und -geräte und etliches andere auszusuchen, in die Wohnung zu bringen und mit dem Aufbau zu beginnen. Am Schluss war zumindest die Kühl- und Gefrierkombination in ihrem Schrank einsatzbereit und die Oberschränke hingen an der Wand.
25. September - 8. Oktober: Colomiers / Naussannes / Gießen Es hatten sich also nun schon viele schöne Anlässe für Reisen geboten, doch wir hatten keine passende Gelegenheit gefunden, unsere Freunde in Frankreich wiederzusehen. Da kam die Information, dass die Deutsche Schule Toulouse anlässlich ihres 50. Jubiläums am 30. September ein großes Schulfest plant. Da Colin das gerne zum Anlass nehmen wollte, seiner Karo die alte Heimat zu zeigen, fuhr er uns mit einem Mietwagen am Sonntag zuvor nach Süden. Cyrill kam dann am folgenden Freitag mit dem Flugzeug dazu und wir verbrachten schöne Tage zu fünft bis zum Sonntag, als Karo und Colin nach Deutschland zurückflogen. Mit Cyrill am Steuer ging es dann weiter nach Bergerac zu unserem Freund Peter und dann für ein paar entspannte Tage zu unserem Lieblingsort „Le Couderc“, wo uns das erstaunlich warme Wetter (um 30°C) sehr willkommen war. Von dort aus haben wir auch einen Ausflug zu der Ausstellung der steinzeitlichen Höhlenmalereien in Lascaux gemacht. Auf der Rückreise gaben wir dann den Wagen in Gießen ab und fuhren nach einer Nacht bei Cyrill mit der Bahn nach Hause.
26. - 31. Oktober: München Das zweite lange Wochenende im Oktober nutzten wir, um Chaim Lukas weiter unter die Arme zu greifen, denn neben Arbeit und sonstigem Engagement war für die Wohnung nicht so viel Zeit. Inzwischen war die Arbeitsplatte fertig gesägt, Kochfeld, Spüle und Geschirrspüler angekommen, so dass wir alles verbauen und anschließen konnten. Außerdem schliefen wir zum ersten Mal seit über drei Jahren mal wieder in unserem Bett 😊. Und ein großer und stabiler Tisch als Computerarbeitsplatz ergänzt seither das Mobiliar.
27. Dezember - 1. Januar: München Und auch zum Jahresabschluss fuhren wir noch einmal Material von Bremen nach München und halfen dann bei der Einrichtung von Bad und Gästezimmer. Während Cyrill und Chaim Lukas den Jahreswechsel bei der ICF München feierten, gingen Claudia und Christoph in den Olympiapark um ein bisschen dem Feuerwerk zuzuschauen und ließen es ansonsten ruhig angehen.
Jetzt hat das neue Jahr schon wieder ein paar Wochen auf dem Buckel und wir vertrauen darauf, dass unser liebender Vater auch in diesem Jahr wieder viele interessante und frohmachende Erlebnisse für uns bereithält – und diese Hoffnung wünschen wir auch jeder und jedem von Euch!